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Allergien erkennen Was ist eine Allergie? Unter einer Allergie versteht man eine sich allmählich entwickelnde Überreaktion des Körpers auf ganz bestimmte Stoffe aus der Umwelt. Warum das Immunsystem allerdings auf harmlose Stoffe wie z. B. Pollen so übertrieben reagiert, ist bis heute nicht geklärt. Wie entsteht eine Allergie? Das gesunde Immunsystem prüft jeden Stoff, mit dem wir in Kontakt kommen. Gegen schädliche Stoffe (sog. Antigene) werden dann z. B. im Blut Antikörper gebildet, die den Schadstoff neutralisieren. Damit ist der Körper für eine gewisse Zeit, in manchen Fällen auch lebenslang, immun gegen diesen Stoff. Das "allergische" Immunsystem kann schädliche Stoffe nicht von unschädlichen unterscheiden. Es stuft harmlose Substanzen wie z. B. Blütenpollen als gefährlich ein und bildet Antikörper. Aber anstatt, wie der gesunde Körper, immun zu sein, reagiert der allergische nun überempfindlich. Bereits beim zweiten Kontakt mit einem Allergen (allergieauslösender Stoff, in diesem Falle die Blütenpollen) kann im Körper deshalb eine allergische Reaktion ablaufen. Wer ist anfällig für eine Allergie? Kinder von Allergiker-Eltern sind besonders gefährdet, denn die Bereitschaft zu einer allergischen Erkrankung (nicht die Allergie selbst!) kann vererbt werden. Diese Erbfaktoren in Kombination mit Atemwegserkrankungen, schädlichen Umweltstoffen, z. B. (Passiv-) Rauchen oder einseitiger Ernährung, können dann zum Ausbruch der Allergie führen. Mit ärztlicher Hilfe können allergiegefährdete Menschen aber rechtzeitig vorbeugen, um die Allergie zu verhindern oder ihren Ausbruch hinauszuzögern. Wie wird eine Allergie festgestellt? Nicht immer sind die Auslöser einer Allergie eindeutig zu identifizieren. Zunächst muss man sich selbst gut beobachten, um zu wissen, wann welche Beschwerden auftauchen, was sie verschlimmert oder was sie bessert. Um dem Allergen auf die Spur zu kommen, wird der Arzt dann entsprechende Tests durchführen. Das können Hauttests, Bluttests oder Provokationstests sein. Wodurch werden Allergien ausgelöst? Trotz der mittlerweile rund 20.000 bekannten, allergieauslösenden Stoffe erkranken rund 90% aller Allergiker an den hier aufgeführten Allergenen: Pollen: In den Pollenkörnchen befindet sich das männliche Erbgut einer Pflanze. Dieser Blütenstaub wird von den Pflanzen millionenfach verteilt, bei starkem Wind oft Hunderte von Kilometern weit. Als häufigste Allergieauslöser gelten Birken-, Hasel-, Gräser- und Erlenpollen. Der Pollenflugkalender am Ende dieser Broschüre gibt einen Überblick über Pollenart und Blütezeit. Hausstaubmilben: Der Kot der Hausstaubmilben gilt als zweithäufigste Allergieursache. In jedem Gramm Hausstaub können bis zu 100.000 Hausstaubmilben wohnen. Sie ernähren sich von menschlichen Hautschuppen, toten Insekten und kleinen Speiseresten. Ihr getrockneter Kot verbindet sich mit dem normalen Hausstaub und führt durch Einatmen zu allergischen Beschwerden. Tierhaare: Die Allergene sitzen im Fell der Tiere: Hautschuppen, Speichel, Urin oder Kot. Und das nicht nur bei lebenden Tieren, sondern auch im Fell vor dem Kamin, in Mänteln oder Teppichen aus Fell. Am aggressivsten sind die Allergene von Meerschweinchen, Hamstern, Vögeln, Katzen und Kaninchen, bei Hunden kann die Allergie manchmal sogar nur bei einer bestimmten Hunderasse auftreten. Auch das Fell anderer Tiere kann selbstverständlich eine Allergie auslösen. Weitere häufige Allergieauslöser: Schimmelpilzsporen, ...
Diese Seite wurde am 08.08.2007 hier aufgenommen.
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